
KATHARINA
Ein historisches Drama von Stefanie Egger
Es sind schwere Zeiten, die 1930er Jahre. Die Pinzgauer Kleinbäuerin Katharina möchte mit ihrem Mann und ihren Kindern das Leben bestmöglich meistern. Wie fast überall fehlt es trotz harter Arbeit am Allernötigsten. Die Propaganda der Nationalsozialisten fallt auch im Pinzgau auf fruchtbaren Boden. Da geschehen folgenschwere Ereignisse im Leben der Katharina, die schließlich in eine Einweisung in die Landesnervenheilanstalt Lehen münden. Obwohl Leni, Katharinas Enkelin, ihre Großmutter nie kennengelernt hat, fühlt sie sich mit ihr verbunden. Ihre Fragen zum Schicksal ihrer Großmutter stellt Leni in einer Zeit, in der es Familien noch schwerfällt, über die Vergangenheit zu sprechen. Wird es Antworten geben?
Mit KATHARINA wird ein Frauenschicksal gewürdigt, welches auch stellvertretend für andere Frauen dieser Generation stehen kann. Die geschilderten Ereignisse können sich so oder ähnlich an anderen Orten und in anderen Familien zugetragen haben. Das Stück thematisiert das Ausüben von Gewalt und deren Folgen in der patriarchalischen Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts, die dann zunehmend von der Ideologie des Nationalsozialismus geprägt ist.
Die Themen und Traumata dieser Zeit werden Familie und Gesellschaft noch lange herausfordern. Mit dem „Hinschauen“ in diesem Stuck wird der nachfolgenden Generation ein Raum für eine Reflexion geöffnet, die das Zuordnen und Bearbeiten von Gefühlen wie Angst und Scham ermöglicht. In diesem Sinne konnte für KATHARINA auch die Bezeichnung „Heilendes Theater“ zutreffen, Auch lädt es die Zuschauer*innen ein, Fragen zu stellen und Geschichten über ihre Urgroßeltern, Großeltern und Eltern zu erzählen. Das Stuck ist meiner Großmutter Katharina gewidmet. Gestützt auf Erzählungen der Familie und eigene Wahrnehmungen ist es der Versuch einer Annäherung an wesentliche Ereignisse in ihrem Leben anhand von fiktionalen Szenen im Dialekt und poetischen Texten in Schriftsprache. KATHARINA feierte beim Internationalen Festival der Uraufführungen/Amateurtheater in Abtenau im September 2024 seine Premiere und hat das Publikum berührt und begeistert.
Abtenau ist Bühne 2024 | 12. Internationales Festival | 13. 09. 2024 | Foto Schorn






































Besetzung
| Leni, Katharinas Enkelin | Martina Auer / Hannah Schitter |
| Ruap, ein Nachbar / Oberarzt | Martin Auer |
| Anni, Lenis Freundin / Krankenschwester | Theresa Haslauer |
| Weisheit | Nelli Höring |
| Juli, Lenis Mutter | Nadia Oberhuber |
| Marie, Frau aus dem Dorf | Christa Schmitzberger |
| Gretl, Frau von Ruap / Arzt | Regina Schöndorfer |
| Schorsch, Lenis Vater | Christian Schönleitner |
| Alter Ego Katharina | Christine Wally |
| Regie: | Stefanie Egger |
| Musik: | Philip Bruckschlögl |
| Licht: | Tom Halwa |
| Puppe: | Inge Haupt |
Aufführungen
| Zenkersaal | 28.09.2025 | Ebenau |
| Schloss Ritzen | 13.05.2025 | Saalfelden |
| TAURISKA Kammerlanderstall | 26.04.2025 | Neukirchen am Großvenediger |
| Festival der Uraufführungen | 13.09.2024 | Abtenau |
Pressestimmen
„Heilendes Theater gegen die Sprachlosigkeit“
Mein Bezirk/Pinzgau
„Das Stück dringt in persönliche Bereiche vor, aus denen sich dann jenes ehrliche, wahrhaftige Theater entwickeln kann“
Salzburger Nachrichten
„Die Szenen sind harte Kost, aber am Ende steht Versöhnung“
Samerberger Nachrichten
„Neues Ensemble Alpenmohn bricht in Ebenau das Schweigen“
Salzburger Nachrichten
